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Geschichte der Börse

Frühformen der Börse entstanden schon im 13. und 14. Jahrhundert. Zuerst in den grösseren oberitalienischen Städten und später - nach der Entdeckung des Seewegs nach Ostindien - an den Handelsplätzen der holländischen und flandrischen Küste. Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus den losen Zusammenkünften der Kaufleute eigentliche Börsen, an denen ein reger Warenhandel das Tagesgeschehen bestimmte. In Antwerpen wurden dabei schon sehr früh, zu Beginn des 16. Jahrhunderts, neben Kassageschäften auch Termingeschäfte abgeschlossen, deren Abwicklung zuerst ungeschriebenen Handelsbräuchen und später eigentlichen, von der Händlervereinigung erlassenen Usanzen folgte. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Antwerpen in seiner Bedeutung als wichtigster Waren-Börsenplatz von Amsterdam abgelöst. Mit der Aufnahme des Handels von Aktien der Holländisch-Ostindischen Compagnie gilt die Amsterdamer Börse als Prototyp der heutigen Effektenbörsen. Von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts an wurden an allen wichtigen Handelsplätzen Börsen gegründet, so in London, Paris und in den deutschen Handelsstädten.

Die Bezeichnung Börse soll vom alten Patriziergeschlecht van der Beurse in Brügge stammen, nach dem ein Platz benannt wurde, auf dem sich schon im 14. Jahrhundert Geldwechsler und Kaufleute zum Abschluss von Geld-, Wechsel- und Handelsgeschäften trafen. Nach einer anderen Auffassung leitet sich die Bezeichnung Börse vom mittelalterlichen Wort Beurse ab, das Genossenschaft bedeutet.

Die Schweizer Börse erlebte in den über 150 Jahren ihrer Existenz eine spannende und dynamische Zeit, die geprägt war von Hochs und Tiefs und vielen Innovationen und Veränderungen.

Die SIX Swiss Exchange wurde im Jahre 1993 unter dem Namen «Schweizer Börse/Bourse suisse/Borsa svizzera/Swiss exchange» gegründet. Den elektronischen Börsenbetrieb nahm die SIX Swiss Exchange in den Jahren 1995/96 auf. Ihre Wurzeln jedoch reichen weiter zurück:

Erste Spuren eines Finanzplatzes auf dem Gebiet der heutigen Schweiz lassen sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen, zuerst in Genf, später in Basel. Die Ursprünge der Börse gehen ins 17. Jahrhundert, auf das Geschäft mit den sogenannten Sensalen zurück. Die erste Sensalenordnung (Maklerordnung) entstand im Jahr 1639 in St. Gallen. Wertpapierbörsen entstanden in der Schweiz ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Die älteste Börse der Schweiz wurde 1850 in Genf gegründet. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden Börsen in Basel (1866), Lausanne und Zürich (1873), Bern (1884), St. Gallen (1887) und Neuenburg (1905).

Seit den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts bahnten sich radikale Veränderungen der schweizerischen Börsenstrukturen an: Umsatzzunahmen verlangten nach erhöhten Börsenkapazitäten und somit nach neuen Börsengebäuden und neuen Technologien. Die kleineren vier Börsen stellten den Ringhandel ein, die grösseren drei ersetzten den Ringhandel durch ein elektronisches Handelssystem und das Eidgenössische Börsengesetz trat an die Stelle der kantonalen Gesetze.

Quelle: Handbuch des Geld-, Bank- und Börsenwesens der Schweiz, Ott Verlag Thun

Mehr zur Geschichte der SIX Swiss Exchange[pdf].