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Bevor es an der Börse zu einem Abschluss kommen kann, müssen sich Käufer und Verkäufer über den Preis
einig sein. «Matching» bezeichnet die Funktion des Börsensystems, eingegebene Aufträge
zu sammeln und
einen Abschluss herbeizuführen. Das Herbeiführen von Abschlüssen wird durch einen
bestimmten Algorithmus
ausgelöst. Wenn auf der Gegenseite mindestens ein Auftrag vorhanden ist und eventuell eingegebene
Limiten zueinander
passen, wird der neue Auftrag mit dem besten und ältesten Angebot der Gegenseite zu einem Abschluss
zusammengeführt. Dieser Vorgang wird solange fortgesetzt, bis der Auftrag vollständig abgewickelt ist
oder keine
passenden Gegenaufträge mehr vorhanden sind. Der Begriff Matching kann auch mit Zuordnung übersetzt werden.
Matchingregeln
Die Preisbildung (Kursbildung) im börslichen Handel erfolgt für alle Aufträge nach den gleichen, von der
SIX Swiss Exchange festgelegten Preisbildungsregeln, den sogenannten Matchingregeln.
Das elektronische
Börsensystem berechnet aufgrund dieser Normen die Eröffnungspreise, die Kurse während des laufenden
Handels sowie die Schlusskurse aller Effekten.
Preis-Zeit-Priorität
Bevor der Matchingprozess beginnt, werden die Kauf- und Verkaufsaufträge nach ihrem Eingang nach
der sogenannten Preis-Zeit-Priorität auf beiden Seiten des Orderbuches geordnet bzw. priorisiert.
Konkret heisst dies für den
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Kauf: Zuerst werden unlimitierte Kaufaufträge (Bestens) ausgeführt, gefolgt von
limitierten Aufträgen (von der höchsten Limite zur niedrigsten).
-
Verkauf: Zuerst werden unlimitierte Verkaufsaufträge (Bestens) ausgeführt, gefolgt
von limitierten Aufträgen (von der niedrigsten Limite zur höchsten).
Anschliessend werden Aufträge, die zum gleichen Preis platziert wurden, nach dem Zeitpunkt des
Eingangs ausgeführt (Zeitpriorität).
Matchingregeln für Auktionen
Die Börsenperioden, die vor und nach dem laufenden Handel stattfinden (Voreröffnung,
Eröffnung, Handelsschluss, nachbörslicher Handel), werden als Auktionen bezeichnet. Sie unterscheiden
sich vom normalen Handel dadurch, dass keine effektiven Abschlüsse zustande kommen. Die während
dieser Zeitspanne vorhandenen und neu hinzu gekommenen Aufträge durchlaufen im Orderbuch nur ein
fiktives Matching, damit fortlaufend ein theoretischer Kurs berechnet werden kann, der anschliessend
einen Eröffnungs- bzw. Schlusskurs ergibt.
Matchingregeln für den laufenden Handel
Während den Handelszeiten finden fortlaufend Abschlüsse statt. Aufträge bzw. Teilaufträge, die nicht
sofort ausgeführt werden können, werden nach der Preis-Zeit-Priorität im Orderbuch ausgeführt. Der
beim letzten Abschluss entstandene Kurs (Abschlusskurs) wird beim nächstfolgenden Abschluss/Auftrag
als Referenzkurs
verwendet. Weicht ein Abschlusskurs um einen bestimmten Wert vom Referenzpreis ab, wird der
Handel für kurze Zeit unterbrochen. Mit dieser Massnahme sollen die Anleger vor extremen
Kursbewegungen geschützt und Missbrauch verhindert werden.
Weiterführende Informationen zu den
Matchingregeln.
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