Portfolioorientierte Aktienanalyse |
Die portfolioorientierte Aktienanalyse untersucht die Wertentwicklungen von
Aktien und anderen Anlageformen.
Kursverläufe werden nicht isoliert betrachtet, sondern jeweils auf das Gesamtportfolio übertragen.
Quantitative Analyse
Die quantitative Analyse befasst sich mit den Ertrags- und Risikokennzahlenvon Wertpapieren und stützt
sich auf die moderne Kapitalmarkttheorie. Statistische Messgrössen wie Standardabweichung,
Varianz, Kovarianz und Korrelation werden gebraucht, um ein
Wertpapier zu beschreiben. Erst die
Kombination verschiedener Wertpapiere in einem Portfolio, das die jeweiligen Abhängigkeiten der
Wertpapiere untereinander berücksichtigt, führt zu einer optimalen Portfoliostruktur.
Einfaktorenmodelle
Das Einfaktorenmodell beschreibt das Marktportfolio als zentrale Einflussgrösse
bei der Bestimmung von zukünftigen erwarteten Aktienrenditen. Aufgrund seiner einfachen Handhabung
ist es in der Anwendung weit verbreitet. Ziel ist es, Aktien aufzuspüren, die einen positive
Alphafaktor haben, also einen Renditeanteil, der von der allgemeinen Marktentwicklung unabhängig ist.
Ebenfalls weit verbreitet ist das sogenannte CAPM (Capital Asset Pricing Model).
Es versucht zu erklären, welches Risiko für Aktien relevant ist, wenn sie Teil eines Portfolios sind.
Damit sollen unterbewertete Aktien gefunden werden. Die Unterbewertung ergibt sich im Vergleich
zum risikoadjustierten erwarteten Aktienkurs.
Mehrfaktorenmodelle
Bei Mehrfaktorenmodellen wird zwischen systematischem (Marktrisiko) und
unsystematischem (unternehmensspezifischen) Risiko unterschieden. Zusätzlich wird das systematische
Risiko in mehrere Komponenten unterteilt. Genutzt wird diese Analysemethode von professionellen
Beratungsunternehmen, die versuchen, Portfolios so zu strukturieren, dass sie innerhalb
bestimmter Risikofaktoren neutral sind und nur zu bestimmten Faktoren ein Engagement zulassen.
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