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Die Einzelwertanalyse untersucht die Kaufwürdigkeit einer einzelnen Aktie durch die Analyse von Kennzahlen und sonstigen Beurteilungskriterien.
Random-Walk-Hypothese
Die Random-Walk-Hypothese sagt aus, dass die zukünftige Entwicklung von
Aktienkursen unabhängig zu der
vergangenen Kurshistorie geschieht. Die Aktienkurse folgen gemäss dieser Hypothese der
Theorie der effizienten Märkte, die besagt, dass in jedem Augenblick sämtliche
zur Verfügung stehenden Informationen bereits in den Kurs der
Aktie eingeflossen sind. Gemäss dieser Hypothese
ergäben die technische Analyse und die kennzahlenbasierte Fundamentalanalyse jedoch keine
aussagekräftigen Prognosen, da diese auch immer die vergangene Kursentwicklung bzw.
Unternehmensentwicklung sowie makroökonomische Daten berücksichtigen.
Fundamentalanalyse
Bei der Fundamentalanalyse werden unternehmensspezifische, monetäre und
wirtschaftliche Einflussfaktoren bei der Prognose eines Kurswertes berücksichtigt. Sie orientiert
sich nicht an der Kursentwicklung (technische Analyse). Wichtig ist die Bestimmung des Aktienwertes
im historischen sowie im Branchenvergleich. Ebenfalls wird versucht, über bestimmte
Kennzahlen der Bilanzanalyse eine Unter- bzw. Überbewertung eines Unternehmens zu erkennen.
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In der Betriebswirtschaft haben sich gewisse Methoden zur Bewertung von liquiden Aktientiteln
etabliert. Anhand des fiktiven Unternehmens Beispiel AG werden Ihnen die wichtigsten hier vorgestellt.
Kennzahlen Unternehmen Beispiel AG:
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Jahresgewinn
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CHF 100 Millionen
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Gewinn pro Aktie
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CHF 10
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Dividende pro Aktie
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CHF 4
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Aktueller Börsenkurs
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CHF 150
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Anzahl Aktien
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10 Millionen Stück
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Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV, Price-Earning-Ratio)
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis gibt an, wie oft der Gewinn pro
Aktie im Börsenkurs enthalten ist. Ein
Unternehmen mit einem relativ tiefen KGV wird als günstig eingeschätzt, was auf einen unterbewerteten
Aktienkurs hindeutet. Dies, weil der Gewinn pro Aktie zu wenig oft im Kurs enthalten ist. Ein relativ
hohes KGV deutet auf eine Überbewertung an der Börse hin. Dies, weil der Gewinn pro Aktie zu oft im
Kurs enthalten ist. Der langfristige Durchschnitt im SMI ist ein KGV von 15. Ein tieferes oder ein
höheres KGV ist je nach Zukunftsaussichten eines Unternehmens und anderen Faktoren wie der
Zinssituation gerechtfertigt. Das KGV ist jeweils in der Detailansicht der Aktien ersichtlich.
Dividendenrendite (Dividend yield)
Die Dividendenrendite drückt die
Dividende in Prozenten des Aktienkurses
aus.
Dabei wird jeweils mit der Brutto-Dividende
gerechnet, also vor Abzug der Verrechnungssteuer. Der Vergleich der Dividendenrendite von verschiedenen
Unternehmen ist aussagekräftiger als die Dividende
allein. Die Dividendenrendite steigt, je geringer der Kurs der Aktie bei gleichbleibender Dividende ist.
Erwirbt man eine Aktie mit einem Einstandspreis unter CHF 150, ist die
Dividendenrendite höher. Ein anderes Unternehmen zahlt eine Dividende von CHF 3
bei einem Aktienkurs von CHF 100. Dies ergibt eine Dividendenrendite von
3%. Somit kann eine niedrige Dividende eine höhere Rendite aufweisen als eine
hohe Dividende. Die Dividendenrendite ist jeweils in der Detailansicht der Aktien ersichtlich.
Gewinnausschüttungsquote (Pay-Out-Ratio)
Auch die Gewinnausschüttungsquote wird immer mit der Brutto-Dividende berechnet. Sie stellt
die Dividende pro Aktie ins Verhältnis zu dem Gewinn pro Aktie. Ausgedrückt in Prozenten,
beschreibt die Gewinnausschüttungsquote den Anteil am Gesamtgewinn, den eine Firma an ihre
Aktionäre ausschüttet.
Die Gewinnausschüttungsquote eines Unternehmens spiegelt dessen Dividendenpolitik. Gehen
40% an die Aktionäre, bleiben 60% des Gewinns
innerhalb der Gesellschaft. Wachstumsstarke Unternehmen haben tendenziell eine geringere
Ausschüttungsquote, um ihr Wachstum durch die einbehaltenen Gewinne zu finanzieren. Reifere
Unternehmen mit einer gut etablierten Produktpalette haben tendenziell eine höhere Ausschüttungsquote.
Die Gewinnausschüttungsquote ist jeweils in der Detailansicht der Aktien ersichtlich.
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Technische Analyse
Ziel der technischen Analyse ist es, allein aufgrund der Börsenkurse
und Kursverläufe eine Erwartung über die zukünftige Kursentwicklung zu formulieren.
Hierbei werden, im Gegensatz zur Fundamentalanalyse, keine betriebs- bzw. volkswirtschaftlichen
Kennzahlen hinzugezogen. Die Kursverläufe werden nach wiederkehrenden Mustern untersucht und für
die Kursprognose interpretiert.
Chaostheorie
Die Chaostheorie, auch Chaosforschung genannt, hat ihren Ursprung in der Wetterforschung.
Ziel ist es, bestimmte Wenn-Dann-Regeln aufzustellen, mit denen aus aktuellen Untersuchungen
Vorhersagen für die Zukunft gemacht werden können. Dabei wird nach
Ursache-Wirkung-Zusammenhängen gesucht, die auf den ersten Blick rein zufällig wirken,
jedoch wiederkehrend sind. Solche Kausalitäten können entweder stark oder schwach ausgeprägt sein.
Neuronale Netze
In der Aktienanalyse werden in der Praxis hochleistungsfähige Computer zur Unterstützung der
Analysten eingesetzt. Ein gravierender Unterschied zwischen Computermodellen und Menschen ist
jedoch die Lernfähigkeit, die Menschen auszeichnet und die Aktionen eines Individuums beeinflusst.
Die Entwicklung neuronaler Netze soll Computer befähigen, sich entsprechend intelligent
gegenüber Veränderungen und Umweltfaktoren zu verhalten. Damit sollen bestimmte Muster
innerhalb von Aktienkursverläufen erkannt, Kausalitäten abgeleitet und diese für die Kursprognose
angewendet werden.
Bubbles
Auf den Märkten herrschen zu bestimmten Zeiten starke Kursschwankungen und hohe
Volatilitäten.
In diesem Zusammenhang wird oft von Bubbles (Blasen) gesprochen. Darunter versteht man fundamental
oft nicht zu begründende Kursabweichungen bei
Aktien, bei denen die beobachteten Werte nicht
dem inneren Wert der Aktien entsprechen. Als Einflussfaktoren werden häufig psychodynamische Vorgänge
wie Herdentrieb u.ä. genannt.
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