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Ausserordentliche Auftragsbuch-Situationen

Bei Eintritt einer ausserordentlichen Situation kann die Börse im Rahmen der Marktsteuerung alle ihr notwendig erscheinenden Massnahmen ergreifen, um einen möglichst fairen und geordneten Handel aufrechtzuerhalten. Weitere Angaben sind im Handelsreglement[pdf] und in der Weisung 3: Handel[pdf] zu finden.

Eingriffe in die Eröffnung

Die Börse kann die Eröffnung des Handels mit einer Effekte um einen vorher festgelegten Zeitraum verschieben, wenn mehrere Bedingungen erfüllt sind.

  • Verzögerte Eröffnung (Delay Open)
    Weicht der theoretische Eröffnungskurs stark vom Referenzkurs ab, erfolgt automatisch ein Stop Trading und die Eröffnung wird um 5 oder 15 Minuten verschoben. Grenzwerte für die Abweichung und die Dauer der Unterbrechung sind im Trading Guide festgelegt.
  • Verzögerte Eröffnung ohne Quotes (Delay Open «No Quote»)
    Befinden sich bei der Eröffnung keine Quotes im Auftragsbuch, während Aufträge von beiden Seiten ausgeführt werden können, verzögert sich die Eröffnung automatisch. Die entsprechende Effekte wird mit Verzögerung eröffnet. Die Dauer der Verzögerung (Stop Trading Duration) legt die Börse im Vorfeld fest.

Handelsunterbrüche

Im laufenden Handel kann die Börse eingreifen, indem sie den Handel mit einer Effekte für eine bestimmte Zeitspanne aussetzt. Dies kann aufgrund verschiedener Faktoren vonnöten sein.

  • Nicht-Eröffnung (Non Opening)
    Die Börse eröffnet den Handel nicht, solange im Auktionsverfahren nicht alle unlimitierten Aufträge ausgeführt werden (Non-Opening). In diesem Zustand kann auch kein theoretischer Eröffnungspreis (TOP) berechnet werden

    Das Auftragsbuch bleibt geöffnet und das Eröffnungsverfahren wird bei jeder Änderung des Auftragsbuchs neu gestartet. Die Nicht-Eröffnung dauert so lange, bis alle unlimitierten Aufträge ausgeführt werden können.
  • Handelsunterbruch (Stop Trading)
    Der Handelsunterbruch richtet sich nach dem wahrscheinlichen nächstfolgend bezahlten Preis für eine Effekte. Weicht dieser um n % oder mehr vom Referenzpreis ab, stellt die Börse den Handel mit dieser Effekte für 5 oder 15 Minuten ein. Anschliessend wird sie wie zur Eröffnung neu bewertet oder geht in eine Nicht-Eröffnung über.
  • Handelsunterbruch ohne Quote (Stop Tading «No Quote»)
    Liegen keine Quotes im Auftragsbuch vor, während Aufträge von beiden Seiten ausgeführt werden können, nimmt die Börse für die entsprechende Effekte einen Handelsunterbruch (Stop Trading) für eine festgelegte Zeitspanne (Stop Time Duration) vor.
  • Handelsunterbruch Avalanche (Avalanche Stop Trading)
    Die Bedingungen für einen Handelsunterbruch Avalanche betreffen eine festgelegte Zeitspanne (Avalanche Time) und eine festgelegte Preisspanne (Stop Trading Range). Weicht der nächste Abschluss vom Referenzpreis innerhalb dieser Zeitspanne (Avalanche Time) um einen Betrag ab, der höher als die Preisspanne ist, kommt der Abschluss nicht zustande. Die Börse unterbricht den Handel mit der entsprechenden Effekte für eine festgelegte Zeitspanne (Stop Time Duration).

Handelseinstellung (Suspension)

Liegen ausserordentliche Umstände vor, kann die Börse den Handel mit einer Effekte auch vorübergehend aussetzen (sistieren). Die Dauer der Handelseinstellung wird im Einzelfall festgelegt und sollte möglichst kurz bleiben. Bei einer Handelseinstellung müssen die Teilnehmer und die Börse verschiedene Aspekte beachten.

  • Einen Antrag auf Handelseinstellung kann der Emittent, der das Kotierungsgesuch eingereicht hat, an die Börse stellen. Nach Möglichkeit sollte dies mindestens 90 Minuten vor Eröffnung des Handels geschehen.
  • Bei der Beurteilung und Gestaltung der Handelseinstellung muss die Börse mehrere Interessen abwägen. Auf der einen Seite steht das öffentliche Interesse an einem offenen und transparenten Markt und an der Kontinuität der Preisbildung. Dagegen steht das Interesse an einem einheitlichen Informationsstand aller Beteiligten bezüglich kursrelevanter Tatsachen.
  • Bei sekundärkotierten Effekten und Derivaten auf solche berücksichtigt die Börse die Entscheidungen der jeweiligen Heimatbörse.
  • Bei sekundärkotierten Beteiligungspapieren berücksichtigt sie überdies die Entscheide der wichtigsten anderen Handelsplätze.